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Das Portativ ist eine Kleinform der Orgel, die meist im Sitzen auf den Knien gespielt wurde. Eine Hand bedient die Tasten, die andere den Balg. Das Auffüllen des Balges entspricht einem Atemholen. Mehrstimmiges Spiel ist möglich, nämlich soweit es mit einer Hand zu greifen ist. Eingesetzt wurde es vor allem in der höfischen Musik.
Das von mir gespielte Instrument hat einen Tonumfang von zwei Oktaven (c1-c3). Es entspricht in Form und Größe in etwa Instrumenten, wie sie im 15. Jahrhundert auf Bildern zu sehen sind. Die Pfeifen wurden von mir bei einem Orgelbauer in Auftrag gegeben, den Rest hat Rinaldo Eisel fertiggestellt. |
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Harfen findet man im europäischen Mittelalter ab ca. 800 in unterschiedlichen Formen und Größen. Harfen auf dem Kontinent hatten Darmsaiten, die ab dem 14. Jahrhundert gebauten irischen Harfen hatten Metallsaiten. Die Stimmung konnte dem jeweiligen Stück angepaßt werden; zahlreiche Abbildungen zeigen das Instrument mit einem Stimmschlüssel. Die Harfe war eines der beliebtesten Instrumente des Mittelalters; zusammen mit der Fidel wurde sie am häufigsten genannt und abgebildet.
Das von mir gespielte Instrument hat einen Tonumfang von g-e3; es entspricht von der Form und Größe her spätmittelalterlichen Instrumenten, hat aber, was die Bauweise des Resonanzkörpers anbelangt, Anleihen bei der modernen keltischen Harfe genommen. Es wurde angefertigt von Rinaldo Eisel. |
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Die Blockflöte ist durch Abbildungen ab dem 12. Jahrhundert belegt. Der Fund einer Blockflöte des 14. Jahrhunderts in Göttingen zeigt Konstruktionsprinzipien dieses Instruments in diesem Jahrhundert: Die Bohrung verengt sich zum unteren Ende hin stufenweise, indem drei unterschiedlich starke Bohrer verwendet wurden; der Schritt vom tiefsten zum zweittiefsten Ton ist ein Halbtonschritt.
Leider ist kein Nachbau dieses mittelalterlichen Instruments im Handel erhältlich. Deshalb spiele ich eine Renaissance-Consort-Altblockflöte von Moeck. |