In diesem Soloprogramm steht die heilige Maria im Mittelpunkt, als jungfräulich Gebärende, als trauernde Mutter unter dem Kreuz und als leuchtender Stern für die Gläubigen. Es enthält Musik von der Gregorianik bis ins 15. Jahrhundert.
Dieses Soloprogramm enthält ein- und mehrstimmige Stücke des 13. Jahrhunderts aus vier europäischen Ländern, darunter so bekannte Stücke wie "Como poden", "Alle psallite" oder das Palästina-Lied "Nu alrerst leb ich mir werde". Vier Stücke können unter Downloads heruntergeladen werden.
Das Besondere an Europas Musikkultur ist die Mehrstimmigkeit. Aus dem 9. Jahrhundert stammen die frühesten Beispiele mehrstimmiger Musik. Mit wechselnden Regeln spielt die Mehrstimmigkeit das ganze Mittelalter hindurch eine Rolle. In diesem kommentierten Konzert sollen anhand geeigneter Stücke diese Regeln dargestellt werden. Anschaulich wird das Vergehen der Jahrhunderte durch wechselnde Kopfbedeckungen.
Die Bordesholmer Marienklage ist ein geistliches Theaterstück. In der Handschrift aus dem späten 15. Jahrhundert sind auch einstimmige Lieder mit ihren Melodien aufgezeichnet, die in teilweise ergreifender Weise das Leiden der heiligen Maria bei der Kreuzigung ihres Sohnes hörbar werden lassen. Bei diesem Soloprogramm erzähle ich als Maria gekleidet die Handlung des Stückes nach und singe die dazugehörigen Lieder. Siehe dazu auch den Text "Die Bordesholmer Marienklage". Drei dieser Lieder können unter Downloads heruntergeladen werden.
In der Kleidung einer Kanonisse aus dem 13. Jahrhundert singe ich zu den kanonischen Stunden mittelalterliche Stundengebete. Dieses Programm kommt allerdings nur im Rahmen von Living-history-Veranstaltungen in Frage, nicht auf kommerziellen Märkten.
© 21. 11. 2006 Karen Thöle